Bis 2030 verwalten Fondsanbieter weltweit 200 Billionen Dollar, doch die Profitabilität sinkt um neun Prozent, während Private Markets zum dominanten Umsatztreiber werden.
Eine aktuelle PwC-Studie zum Asset und Wealth Management zeichnet ein ambivalentes Bild der Branche. Das verwaltete Vermögen wird von derzeit 139 Billionen US-Dollar bis 2030 auf 200 Billionen Dollar steigen. Das bedeutet ein jährliches Plus von 6,2 Prozent. Getrieben wird diese Expansion vom investierbaren Vermögen, das auf 481 Billionen Dollar klettern soll. Doch während die Volumina explodieren, erodiert die Profitabilität. PwC prognostiziert einen Gewinnrückgang von neun Prozent bis 2030. Seit 2018 sind die branchenweiten Überschüsse bereits um 19 Prozent gefallen. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft befragte für die Erhebung 300 Asset Manager, institutionelle Investoren und Vertriebsnetzwerke aus 19 Ländern.
Die Ursachen für die Margenerosion sind vielschichtig. Gehälter steigen, da Fondshäuser gute Mitarbeiter mit Lohnzuschlägen halten oder rekrutieren müssen. Parallel verlangen anspruchsvolle Kunden immer individuellere Lösungen, was Investitionen in Infrastruktur erfordert. Verschärfte Konkurrenz und Preisverfall komplettieren das Bild. 89 Prozent der befragten Fondshäuser bestätigen zunehmenden Profitabilitätsdruck. Fast drei Fünftel der institutionellen Anleger signalisieren Wechselbereitschaft allein aufgrund hoher Gebühren.
Die Branche reagiert mit einer strategischen Neuausrichtung. PwC erwartet, dass Asset Manager bis 2030 über die Hälfte ihrer Umsätze aus alternativen Anlagen wie Private Equity, Private Debt oder Infrastruktur generieren. Die Erlöse aus Private Markets sollen weltweit auf 432 Milliarden Dollar steigen. Um sinkende Gewinne pro verwaltetem Vermögen zu kompensieren, sucht die Hälfte der Befragten Kooperationen mit Wealth Managern und Fintechs. Ziel ist der Aufbau moderner technologischer Infrastruktur. Integration von künstlicher Intelligenz und Automatisierung gelten als Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit der Geschäftsmodelle.





