Vertrauen mit Gefälle: wo KI auf Zustimmung stößt und wo nicht

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November 28, 2025
28.11.2025
2 Minuten Lesezeit

Der Edelman „Trust Barometer 2025“ zeigt: Während China und Brasilien KI klar befürworten, dominiert in Deutschland, den USA und Großbritannien Skepsis. Es sei denn, Arbeitgeber setzen klare Signale gegen Jobabbau.

Westen skeptisch, Schwellenländer offener

Laut Edelmans repräsentativer Erhebung lehnen 42 % der Menschen in Deutschland die wachsende Nutzung von KI ab; in den USA sind es 49 %, im Vereinigten Königreich 46 %. Deutlich niedriger fallen die Ablehnungswerte in Brasilien (24 %) und China (10 %) aus. Befürworter einer stärkeren KI-Nutzung stellen in China die relative Mehrheit (54 %), in Brasilien sind es 35 %, im UK 18 %, in den USA 17 % und in Deutschland 16 %.

KI-Enthusiasten in China

China markiert den Pol der Zustimmung: Nur ein Zehntel der Befragten will KI nicht wachsen sehen, mehr als die Hälfte begrüßt eine Ausweitung. Brasilien liegt dazwischen: klar positiver als die westlichen Industrieländer, aber ohne chinesische Dynamik. Die Zahlen unterstreichen, dass Erwartungen an Nutzen und Wettbewerbsfähigkeit die Wahrnehmung stark prägen.

Konkurrenz durch KI am Arbeitsmarkt

Haltung ist verhandelbar: 53 % der Befragten in Deutschland stehen KI positiver gegenüber, wenn Arbeitgeber glaubwürdig versichern, Produktivität statt Personalabbau ins Zentrum zu stellen. Zustimmung steigt ebenfalls, wenn KI komplexe Sachverhalte verständlich macht. Branchenblick: Technologie (55 %) und Finanzen (43 %) zeigen die höchste Offenheit; deutlich zurückhaltender sind Transport (20 %), Lebensmittel/ Getränke (23 %) und Bildung (25 %).

Einordnung für Entscheider

Die Daten sprechen für klare Governance und kommunizierte Einsatzgrenzen: Wer KI in Prozessqualität, Produktivität und Kompetenzaufbau übersetzt, statt in Headcount-Programme, verbessert Akzeptanz spürbar. Für Unternehmen heißt das: Use-Case-Transparenz, Mitarbeiterqualifizierung und Ethik-Standards sind nicht Beiwerk, sondern Akzeptanztreiber.