Johannes Linden, neuer CFO des Jahres 2025, navigierte den Hidden Champion durch das IPO-Abenteuer, während die Konkurrenz kapitulierte.
2025 war ein Jahr der abgesagten Börsenpläne. Pfisterer jedoch ging einen anderen Weg. Johannes Linden, Co-CEO und CFO, traf eine Entscheidung gegen die Marktlogik und lag damit genau richtig. Seine Kalkulation: Ein verzögerter Eintritt garantiert keine besseren Bedingungen. „Die politische Unsicherheit wird uns alle weiter begleiten. In sechs Monaten wären wir wahrscheinlich vor der gleichen Situation gestanden." Für Pfisterer war die Kapitalmarkttransformation Notwendigkeit. Der Stromnetzzulieferer benötigte dreistellige Millionen für Kapazitätsaufbau und Innovation – Investitionen, die das familiengeführte Modell nicht finanzieren konnte.
Linden positionierte Pfisterer als Hidden Champion in einem hochspezialisierten, aber enorm großen Markt. Mit 1.200 Mitarbeitern und 400 Millionen Euro Umsatz 2024 funktionierte die Strategie: Der Aktienkurs verdreifachte sich seit dem IPO auf 72,70 Euro. Markus Dentz, Chefredakteur von FINANCE, würdigte die Performance: „Das ist eine herausragende Leistung, speziell in diesem schwierigen Umfeld, das durch geopolitische Konflikte und Zolldiskussionen geprägt ist."
Lindens Mut basiert auf Erfahrung. Vor Pfisterer leitete er die chinesische PIA Automation Holding in Ningbo als CEO und orchestrierte 2017 einen Shanghai-IPO. Diese Kapitalmarkt-Expertise ermöglichte ihm, gegen Strömungen zu navigieren.
Die IPO-Erlöse folgen kalkulierter Kapitaldeployments: Kapazitätsaufbau, Organisationsentwicklung, Leadership-Pipeline. Mittelfristig visiert Linden eine Umsatzverdoppelung an, bei Margensteigerung auf 20 Prozent. Die Auszeichnung zum CFO des Jahres 2025 platziert Linden neben prominenten Finanzführern wie Ralf Thomas (Siemens, 2024) und Thomas Kusterer (EnBW, 2023).





