Ein Bericht über mögliche Milliarden Bestellungen von Meta für Googles KI-Chips drückt Nvidias Aktie. Der Marktführer reagiert ungewöhnlich offensiv.
Meta erwägt laut einem Bericht von The Information, eigene Rechenzentren mit TPU-Chips von Google auszustatten. Die Meldung setzte Nvidia unter Druck: Die Aktie verlor am Dienstag intraday stetig und schloss knapp −3 %. Nvidia antwortete direkt auf X: mit Lob für Googles Fortschritte, aber dem Hinweis, man sei „der Branche eine Generation voraus“ und verfüge über „die einzige Plattform, die jedes KI-Modell ausführen kann“. Der Konzern betont mehr Leistung, Vielseitigkeit und Austauschbarkeit seiner Plattform.
Dem Bericht zufolge verhandelt Meta über milliardenschwere TPU-Beschaffungen für den Einsatz in eigenen Rechenzentren. Bislang laufen TPUs vorwiegend in Googles Infrastruktur oder zur Miete für Kunden; ein Verkauf an Hyperscaler würde Google direkter in Konkurrenz zu Nvidia bringen. Eine Quelle spricht von potenziell bis zu 10 % Marktanteil des Marktführers, die zur Disposition stehen. Preisvorteile der TPUs gelten als zentrales Argument. The Information schränkt ein: Die Gespräche sind nicht abgeschlossen. Nvidias prompte Replik und die Börsenreaktion zeigen, dass der Wettbewerb ernst genommen wird. Historisch hat Nvidia ähnliche Situationen mit Gegenangeboten beantwortet: große Vorabinvestments gegen Abnahmezusagen. Auch diesmal könnte der Cash-starke Marktführer so kontern. Gleichwohl unterstreicht der Kursrückgang die Unsicherheit im Markt, inklusive der Sorge vor einer möglichen KI-Blase.





