Deutsche Bank zentralisiert Corporate-Banking-Führung in Frankfurt

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November 14, 2025
14.11.2025
2 Minuten Lesezeit

Ole Matthiessen kehrt aus Singapur zurück und bildet mit Ex-Bayern-CFO Michael Diederich eine Doppelspitze mit klarer regionaler Arbeitsteilung, während David Lynne nach 30 Jahren und 20 Prozent Ertragswachstum in den Ruhestand geht.

Asien-Spezialist ersetzt langjährigen Top-Banker

Zum Jahreswechsel vollzieht die Deutsche Bank einen strategischen Führungswechsel in der Unternehmensbank: David Lynne, seit 1995 im Konzern, tritt in den Ruhestand. Der Manager hinterlässt eine bemerkenswerte Bilanz – unter seiner dreijährigen Co-Leitung wuchsen die Segmenterträge um 20 Prozent. An seine Stelle rückt Ole Matthiessen, der aktuell von Singapur aus operiert. Der gebürtige Deutsche kehrt zum 1. Januar nach Frankfurt zurück und übernimmt gemeinsam mit Michael Diederich die Doppelspitze. Damit konzentriert Deutschlands größte Geschäftsbank die strategische Steuerung ihrer Unternehmensbank wieder vollständig am Heimatstandort. Fabrizio Campelli, im Vorstand für Unternehmensbank und Investmentbank zuständig, würdigte Lynnes Beitrag: „David war ein verlässlicher Pfeiler unserer Organisation und ein wahrer Partner."

17 Jahre Konzern-Erfahrung über drei Kontinente

Matthiessen startete 2008 bei der Deutschen Bank im Structuring-Bereich für festverzinsliche Wertpapiere und Währungen. Seine Laufbahn führte ihn durch Frankfurt, London und Singapur. 2019 übernahm er die weltweite Verantwortung für Cash Management – jener Bereich entwickelte sich unter seiner Ägide zum Wachstumsmotor des Segments. Seit 2022 verantwortet er parallel das gesamte Unternehmensbank-Geschäft in Asien-Pazifik, Nahem Osten und Afrika. Matthiessen sitzt bereits seit knapp sieben Jahren im Führungsgremium der Unternehmensbank und wird nun auch ins Konzernleitungskomitee aufsteigen. Wer seine bisherige Rolle übernimmt, kommunizierte die Bank nicht.

Regionale Verantwortungsteilung zwischen zwei Führungskräften

Die Neubesetzung folgt einer klaren geografischen Logik: Matthiessen konzentriert sich auf Wachstum in Asien-Pazifik, Nahem Osten, Afrika und Amerika. Michael Diederich – ehemaliger FC-Bayern-CFO, der erst im Oktober zur Deutschen Bank wechselte – fokussiert sich auf Deutschland, Großbritannien, Irland und übrige europäische Märkte. Diese Struktur unterstützt die „Globale Hausbank"-Strategie, mit der die Deutsche Bank vom gehobenen Mittelstand bis zu multinationalen Konzernen als primärer Ansprechpartner positioniert werden soll, erläuterte Campelli. Die drei Führungskräfte arbeiten bis zum offiziellen Wechseltermin am 1. Januar 2026 gemeinsam an einer reibungslosen Transition.